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Moto Sport Schweiz 6/2005
Das Schweizer Motorradmagazin

Walti Dux, hier lediglich posierend, lehrt als Primarlehrer Jugendlichen das Wesentliche, unterhält im Rahmen seiner Comedy-Shows Jung und Alt mit Klang und Wort und organisiert Konzerte. Und da ist noch was: Das „Lach-Feuerwerk“ aus Uster ist vom Motorradvirus befallen ...

Akustisch oder verzerrt!

Witziges Bild, Walti, mit der Gitarre auf dem Töff! Wie kam es dazu?
Das Bild ist Teil meines neuen Programms, wo ich den Song „Born to be wild“ von „Steppenwolf“ in einer akustischen Comedy-Version mit „angepasstem“ Text darbiete. Kommt besonders bei Motorradfahrern gut an ...

Aber das Motorrad dient nicht nur für Show-Zwecke oder?
Nein, natürlich fahre ich damit auch privat. Begonnen hat alles mit 18 Jahren mit einer 250ccm Enduro. Dann, die Versicherungsprämien waren für Bikes über 250ccm horrend teuer, legte ich mir eine Yamaha RD 250 zu – ein Prachtstück von einem Bike. Ja, und dann kam die Familie, die Kinder, und ich beschloss, eine Pause einzulegen. Bis vor rund einem Jahr mein Sohn mit Motorradfahren begonnen hat. Natürlich hats mich sofort wieder gepackt.

Ist Motorradfahren eine Inspiration für deine Show?
Nein, überhaupt nicht. Motorrad fahre ich, um abzuschalten, um die Natur zu geniessen und um mich am Druck der Maschine zu erfreuen. Ich bin mit meinem Chopper grundsätzlich sehr gemütlich unterwegs, bin aber mit den Gedanken immer voll bei der Sache.

Unter anderem bist du Musiker. Kann man eine Gitarre mit einem Bike vergleichen?
Und ob! Spielt man auf einer akustischen Gitarre, so entspricht dies dem gemütlichen Cruisen auf der Landstrasse. Will man es sportlich haben, aktiviert man den Verzerrer. Beides. Sowohl das Motorradfahren wie das Spielen auf der Gitarre, kann entspannen, aber auch fordern. Und genau wie die Gitarre muss man das Motorrad beherrschen können, wenn’s gut kommen soll. Insofern sind beides Instrumente.

Bleibt dir bei all deinen Aktivitäten noch Zeit zum Biken?
Es ist ja nicht so, dass ich Zeit hätte, um zum Beispiel Biker-Kontakte zu knüpfen. Dennoch nehme ich mir Zeit, um ab und zu eine kleine Tour in die Alpen oder Voralpen zu unternehmen. Zeit für ausgiebiges Touren bleibt mir allerdings keine.

Interview: Daniele Carrozza