
Walti Dux, hier lediglich posierend, lehrt als Primarlehrer Jugendlichen das Wesentliche, unterhält im Rahmen seiner Comedy-Shows Jung und Alt mit Klang und Wort und organisiert Konzerte. Und da ist noch was: Das „Lach-Feuerwerk“ aus Uster ist vom Motorradvirus befallen ...
Aber das Motorrad dient nicht nur für Show-Zwecke oder?
Nein, natürlich fahre ich damit auch privat. Begonnen hat alles mit 18
Jahren mit einer 250ccm Enduro. Dann, die Versicherungsprämien waren für
Bikes über 250ccm horrend teuer, legte ich mir eine Yamaha RD 250 zu –
ein Prachtstück von einem Bike. Ja, und dann kam die Familie, die Kinder,
und ich beschloss, eine Pause einzulegen. Bis vor rund einem Jahr mein Sohn
mit Motorradfahren begonnen hat. Natürlich hats mich sofort wieder gepackt.
Ist Motorradfahren eine Inspiration für deine Show?
Nein, überhaupt nicht. Motorrad fahre ich, um abzuschalten, um die Natur
zu geniessen und um mich am Druck der Maschine zu erfreuen. Ich bin mit meinem
Chopper grundsätzlich sehr gemütlich unterwegs, bin aber mit den Gedanken
immer voll bei der Sache.
Unter anderem bist du Musiker. Kann man eine Gitarre mit einem Bike
vergleichen?
Und ob! Spielt man auf einer akustischen Gitarre, so entspricht dies dem gemütlichen
Cruisen auf der Landstrasse. Will man es sportlich haben, aktiviert man den
Verzerrer. Beides. Sowohl das Motorradfahren wie das Spielen auf der Gitarre,
kann entspannen, aber auch fordern. Und genau wie die Gitarre muss man das Motorrad
beherrschen können, wenn’s gut kommen soll. Insofern sind beides
Instrumente.
Bleibt dir bei all deinen Aktivitäten noch Zeit zum Biken?
Es ist ja nicht so, dass ich Zeit hätte, um zum Beispiel Biker-Kontakte
zu knüpfen. Dennoch nehme ich mir Zeit, um ab und zu eine kleine Tour in
die Alpen oder Voralpen zu unternehmen. Zeit für ausgiebiges Touren bleibt
mir allerdings keine.
Interview: Daniele Carrozza